Über Rage Club
Die Idee begann mit einem Fehlkauf: ein Shirt von einer dodgy Seite, Aufdruck „sorry for having great tits and correct opinions“. Der Spruch? Zehn von zehn. Das Shirt? Kratzig, schlechter Schnitt, noch schlechterer Print. Aber der Wunsch nach Kleidung, die widerspiegelt was wir denken und fühlen, ist geblieben.
Denn während überall Caps zu finden sind, die uns auffordern, zu lächeln, oder Shirts, die verkünden, wie happy und thankful wir sind, wissen wir: Wir haben keinen Bock auf Dauerlächeln. Wir sind nicht happy über anzügliche Kommentare. Und wir sind sicher nicht thankful dafür, dass Respekt immer noch erkämpft werden muss.
It's time to rage.
Female Rage – was wir meinen
Female Rage ist keine Laune und kein Ausrasten. Sie ist der Körper, der sich weigert, noch länger stillzuhalten. Sie ist die Sammlung all der Momente, in denen wir gelernt haben, höflich zu bleiben, obwohl uns jemand unterbrochen hat, herabgesetzt, belächelt, berührt ohne zu fragen. Und wir wissen: Diese Momente treffen nicht alle gleich. Wie jemand angesehen wird, wem man glaubt, wer schnell als „zu laut“ gilt – all das entscheidet mit, wie schmerzhaft die Wut wachsen musste.
Female Rage entsteht, wenn persönliche Erfahrungen plötzlich nicht mehr privat sind, sondern politisch. Wenn man begreift: Das passiert nicht nur mir, das passiert uns allen. Sie ist nicht Chaos, sondern Klarheit. Nicht Schwäche, sondern eine Ressource. Eine Wut, die sich über Jahrhunderte angestaut hat, bis sie in etwas Neues umschlägt. In Energie, in Handlung, in Weigerung.
Female Rage bedeutet: Wir müssen uns nicht bedanken, wenn man uns mit Respekt begegnet. Wir müssen nicht nett darum bitten, ernst genommen zu werden. Wir dürfen wütend sein. Für manche von uns ist Wut riskanter als für andere und genau deshalb braucht sie Verbündete.